Athene

Elektrische Anlage

Bei Prüfung einer Kabelverbindung und musste ich leider feststellen, dass ich nur eine vage Aussage treffen konnte, wohin welches Kabel hinführt. Schnell war klar, dieses Kabelchaos in 27 Jahren nach diversen Ergänzungen und Änderungen mühsam geschaffen, bedurfte einer grundlegenden Erneuerung. Ich denke, man sollte die Elektroinstallation im eigenen Boot wenigstens annähernd verstehen.

Der Zeitpunkt passte auch gut vor den Hintergrund des Austausch der Batterien. Bisher versorgten 2 GEL Batterien (a 135 Ah) das Bordnetz und eine Gel-Starterbatterie (70 Ah) den Motor. Die Nennkapazität mit 270 Ah hört sich viel an, in der Praxis sind aber nur 50% nutzbar, möchte man die Batterien nicht rasch ruinieren. Da effektiv 135 Ah sehr knapp bemessen sind, haben wir die Kapazität speziell für Langfahrt deutlich erhöht. 6 Exide OPzV Batterien mit 727 Ah (C120) werden künftig die Stromversorgung gewährleisten. Diese Batterien sind speziell für – auch bei Yachten typische – Teilladung ausgelegt. Bei Entladung von 30% sind 5000 Zyklen möglich. Laut Hersteller sind Entladungen bis zu 80% zugelassen! Und nicht zuletzt, die Exide sind vom Germanischen Lloyd zugelassen. 

Damit das gesamte System stimmig ist, ersetzt ein Victron Multi 3000/12V das bisherige Ladegerät. Der Multi ist ein Spannungswandler mit 2,5 KW Dauerleistung und Ladegerät von 120 A in einem. Konsequent wird ein Sterling Ladegerät die volle Leistung der 55 A Lichtmaschine nutzen. Gemessen an Hochleistungslichtmaschinen, die 100 A und mehr Ampere bringen, mag dies nicht viel sein, jedoch: Dreht der Yanmar – Motor nur im Leerlauf, sind bereits Ladeströme von 25A möglich. Nicht zuletzt, mit dem Einbau einer Hochleistungslichtmaschine ist es nicht getan, wie mir mehrere Bootsbauer/Elektriker glaubhaft erklärten, diese Lichtmaschinen müssen auch gekühlt werden. Nichts für einen engen Motorraum.

Details für Neugierige gibt es hier.